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Demotivation der Mitarbeiter: Wie Führungskräfte den Unterschied machen

Wie verhalten sich demotivierte Mitarbeiter:innen? Stell Dir vor, Du stehst vor Deinem Team, siehst in erschöpfte Gesichter, spürst eine sinkende Energie. Die einst so lebhaften Diskussionen haben nachgelassen, die Begeisterung für neue Herausforderungen ist verflogen. Du fragst Dich, wie Du die Funken der Motivation wieder entfachen kannst, während Sorgen um Umsatzzahlen und Teamgeist Deine Gedanken beherrschen. Diese Situation ist mehr als nur ein vorübergehendes Tief; es ist ein Alarmsignal, das nicht ignoriert werden darf.

In diesem Artikel werden wir uns damit beschäftigen, wie Du Demotivation der Mitarbeiter im Finanzvertrieb erkennst und effektiv entgegenwirkst. Wir beleuchten die Ursachen der Demotivation und ihre Auswirkungen auf Dein Team und bieten konkrete, umsetzbare Praxistipps. Unser Ziel ist es, Dir die Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen Du Dein Team wiederbeleben und zu neuen Erfolgen führen kannst.

Demotivation der Mitarbeiter:innen im Finanzvertrieb: «Ich mache nur meinen Job»

Die Jobstudie von EY zeigt, dass fast 30 Prozent der Beschäftigten lediglich “ihren Job erledigen” oder sogar eine Demotivation am Arbeitsplatz verspüren.

Dieses Problem zeigt sich nicht nur in offensichtlichen Symptomen wie rückläufigen Verkaufszahlen. Es beginnt subtiler: Eine allgemeine Lethargie breitet sich aus, innovative Ideen werden seltener, und die sonst so aktive Beteiligung in Meetings lässt spürbar nach. Eine solche Situation kann schnell zu einer Spirale werden, in der sich die Produktivität des Teams schleichend verringern.

Was führt zur Demotivation der Mitarbeiter:innen im Finanzvertrieb?

In der Finanzbranche, wo der Wettbewerb gnadenlos und die Erwartungen hoch sind, entsteht Demotivation oft aus einem Mix aus internen und externen Faktoren.

Eine Schlüsselrolle spielt der ständige Druck, finanzielle Ziele zu erreichen. Dieser Druck, kombiniert mit einem oft unerbittlichen Wettbewerbsumfeld, kann schnell zu Erschöpfung und einem Gefühl der Wertlosigkeit führen, besonders wenn die Anerkennung ausbleibt.

In der oben erwähnten EY-Jobstudie berichten zwei Drittel der Umfrageteilnehmende von einer gestiegenen Arbeitsbelastung. Und 34 Prozent der Befragten fühlen sich dabei nicht wertgeschätzt, obwohl 95 Prozent der Mitarbeitenden ihre Arbeit als einen bedeutenden Beitrag zum Unternehmenserfolg betrachten.

Hinzu kommt die Schnelllebigkeit des Marktes, die ständige Anpassung und Flexibilität erfordert, was für viele Mitarbeitende eine zusätzliche Stressquelle darstellt.

Eine weitere wesentliche Ursache ist das Gefühl der Stagnation. Viele Mitarbeiter:innen im Finanzvertrieb fühlen sich in ihrer beruflichen Entwicklung blockiert, sei es durch fehlende Aufstiegschancen, mangelnde Weiterbildungsmöglichkeiten oder durch eine Unternehmenskultur, die kreatives und selbstständiges Denken nicht fördert.

Diese Faktoren zusammen können ein Umfeld schaffen, in dem Mitarbeiter:innen sich nicht wertgeschätzt, überfordert und letztendlich demotiviert fühlen.

Folgen der Demotivation von Mitarbeitenden: Wie Demotivation den Finanzvertrieb untergräbt

Kurzfristig mag Demotivation als individuelles Problem eines Mitarbeiters erscheinen, langfristig jedoch wirkt sie sich auf das gesamte Unternehmen aus. Sie führt zu einer erhöhten Fluktuation, die nicht nur kostspielig ist, sondern auch das Wissen und die Erfahrung langjähriger Mitarbeiter:innen mit sich nimmt.

Auf lange Sicht beeinträchtigt eine demotivierte Belegschaft das Image des Unternehmens, schwächt die Wettbewerbsfähigkeit und kann sogar zu einem Rückgang der Kundenzufriedenheit führen, da sich die innere Einstellung der Mitarbeiter:innen in ihrem Umgang mit den Kunden widerspiegelt.

So kommentiert Jan-Rainer Hinz, Arbeitsdirektor bei EY, die Zahlen:

Die Gründe für mangelnde Zufriedenheit und Motivation können vielfältig sein, die Folgen sind jedoch immer die gleichen: Durch das nicht genutzte Potenzial verlieren Unternehmen Milliarden.

Jan-Rainer Hinz

Ursachen für Demotivation erkennen und frühzeitig gegensteuern: präventive Massnahmen

  1. Transparente Zielsetzung und Kommunikation: Klare, erreichbare Ziele und offene Kommunikationswege schaffen Vertrauen und Orientierung. Regelmässige Updates über Unternehmensziele und -erfolge inklusive der individuellen Beiträge der Mitarbeitenden stärken das Gefühl der Wertschätzung und Zugehörigkeit.
  2. Work-Life-Balance fördern: Flexibilität in Arbeitszeiten und die Möglichkeit für Homeoffice oder Telearbeit tragen zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden bei. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben ist entscheidend, um Burnout und Stress zu vermeiden.
  3. Anerkennung und Würdigung: Regelmässiges, konstruktives Feedback sowie Anerkennung für gute Leistungen und besondere Erfolge fördern die Motivation. Nicht nur monetäre Anreize, sondern auch Lob und Anerkennung spielen eine wichtige Rolle.
  4. Individuelle Förderung und Entwicklung: Biete gezielte Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten an. Ermutige Mitarbeitende, ihre Fähigkeiten und Interessen weiterzuentwickeln, um ihre Karriere aktiv zu gestalten.
  5. Team-Dynamik stärken: Team-Building-Events und gemeinsame Aktivitäten können das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Förderung einer Kultur, in der Teamarbeit und gegenseitige Unterstützung grossgeschrieben werden.

Demotivierte Mitarbeiter wieder motivieren: Energiegeladene Lösungen, die Du schon heute umsetzen kannst

  1. Interesse zeigen: Frag Deine Mitarbeitenden nach ihren persönlichen und beruflichen Zielen und Ambitionen. Nichts motiviert besser als ehrliches Interesse
  2. Öffentliche Wertschätzung und Lob: Nutze Meetings, um herausragende Leistungen einzelner Teammitglieder hervorzuheben. Eine kleine Erwähnung kann mehr strahlen lassen als das grellste Bühnenlicht.
  3. Mitarbeitende um Rat fragen: Zeige ihnen, dass ihre Meinung und Erfahrung zählen. Das stärkt ihr Selbstwertgefühl und gibt ihnen das Empfinden, dass sie ein wichtiger Teil des Teams sind.
  4. Gemeinsame Ziele mit dem Team setzen: Organisiere Workshops, in denen das Team gemeinsam Ziele für Projekte oder Quartale festlegt, um ein Gefühl der Einheit und des gemeinsamen Strebens zu schaffen.
  5. Positiv formulieren: Spreche Herausforderungen positiv an und fokussiere auf Lösungen und Chancen, statt Probleme zu betonen.
  6. Erfolgsgeschichten teilen: Erzähle von Erfolgen innerhalb des Teams oder des Unternehmens, um zu inspirieren und zu zeigen, was möglich ist.
  7. Feedback von Mitarbeitenden ernst nehmen: Fordere regelmässig Feedback ein und zeige, dass Du bereit bist, Veränderungen basierend auf ihren Vorschlägen umzusetzen.

Demotivation der Mitarbeiter: Wie Führungskräfte den Unterschied machen

Demotivation im Finanzvertrieb ist kein unvermeidbares Schicksal, sondern eine Herausforderung, die mit Kreativität und Engagement gemeistert werden kann. Welche der genannten Massnahmen wirst Du umsetzen, um Dein Team auf Kurs zu halten und voller Energie voranzubringen?

Interessanterweise zeigt die Jobstudie, dass mehr als die Hälfte der Top-Manager ihre Arbeit als sehr zufriedenstellend empfinden, im Gegensatz zu regulären Angestellten. Darüber hinaus fühlen sich fast 100% der Führungskräfte wertgeschätzt und 45% sind hochmotiviert. Wie siehst Du Dich in diesem Kontext? Was motiviert Dich persönlich bei der Arbeit und wie kannst Du diese Motivation auf Dein Team übertragen?

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