Erfahrungsbericht: Jasmina Rasiti

Erfahrungsbericht: CAS Professional Leadership for Finance

Als Teamleiterin bei der Mobiliar hat sich Jasmina Rasiti täglich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert gesehen – bis sie im CAS Professional Leadership for Finance ihre ‘Me-Time’ für tiefe Reflexion und persönliche Weiterentwicklung gefunden hat. Mit gestärkter Selbstführung ist sie zu einem echten Vorbild geworden und hat eine völlig neue Dynamik in ihr Team gebracht.

In diesem Interview mit Studienleiter Wolfgang Wachter erzählt sie von ihren Erfahrungen und den konkreten Ergebnissen, die sie für sich und ihr Team erzielt hat.

Jasmina Rasiti: “Was ich aus dem CAS mitgenommen habe…”

  • Schwierige Gespräche souverän führen: strukturierter Leitfaden für 1:1s und Konfliktgespräche.
  • Coaching-Fragen gezielt einsetzen: mehr Eigenverantwortung und bessere Lösungen im Team.
  • Frühe Konfliktklärung: Spannungen schneller erkennen, moderieren und auflösen.
  • Selbstführung & Priorisierung verbessern: klarere Ziele, mehr Fokus, weniger Reibungsverluste.
  • Teamklima spürbar verbessert: offenerer Austausch, höhere Motivation und Zusammenarbeit.

Wie das gelungen ist? Das zeigt der Erfahrungsbericht.

Erfahrungsbericht

Motivation für den Lehrgang

Wolfgang: Liebe Jasmina, Du hast kürzlich am CAS Professional Leadership for Finance teilgenommen. Was hat Dich motiviert, diesen Kurs zu besuchen?

Jasmina: Meine Motivation war ganz klar: Ich wollte in mich selbst investieren. Ich habe gemerkt, dass ich eine Art Wegleitung brauche, um in gewissen Situationen selbstständig und souverän agieren zu können.

Module und Inhalte

Wolfgang: Im CAS haben wir ja viele spannende Themen behandelt – von Selbstführung über Kommunikation bis hin zu teamorientierter und motivbasierter Führung. Welche der Module hat Dich am meisten inspiriert oder geprägt?

Jasmina: Für mich war es eine Mischung aus allem, aber das Thema, das mich wirklich am meisten berührt und geprägt hat, war die Selbstführung. Was mich dabei besonders inspiriert hat, war, dass man bei allen Dozenten gespürt hat, dass sie ihre Arbeit nicht nur verstehen, sondern sie auch lieben. Das ist für mich der Kern der Selbstführung: zu wissen, warum man jeden Morgen aufsteht.

Erfahrungsbericht: Jasmina Rasiti

Praktische Umsetzung

Wolfgang: Hast Du konkrete Beispiele aus der Praxis, wo Dir das, was wir im Kurs gemacht haben, geholfen hat?

Jasmina: Es gab viele Situationen, in denen ich das Gelernte direkt anwenden konnte. Zwei Beispiele sind mir besonders im Gedächtnis geblieben.

Eines davon war eine Übung zu schwierigen Mitarbeitergesprächen, die wir im Kurs mit Ramesh Geissler durchgespielt haben. Wir wurden dabei gefilmt, was mir anfangs unangenehm war, aber es war unglaublich lehrreich. Ich hatte das Gefühl, ich würde bei solchen Gesprächen nicht mehr gross herausgefordert, aber dann bekam ich einen Fall, der mich wirklich gefordert hat. Zwei Wochen später hatte ich genau diese Situation im realen Leben. Früher hätte ich wahrscheinlich das Gespräch am Ende verschwitzt verlassen. Aber durch die Übung und die Analyse meiner blinden Flecken konnte ich das Gespräch souverän führen. Am Ende haben sich die Mitarbeitenden sogar umarmt und das Problem gelöst. Das war für mich ein grossartiges Gefühl!

Und das zweite prägende Beispiel, das mir in den Sinn kommt, hat mit Coaching zu tun, und das habe ich von Khaled Salah gelernt. Er hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, die richtigen Fragentechniken bewusst anzuwenden. Ich hatte das Thema Coaching zwar immer im Hinterkopf, aber nie so bewusst eingesetzt, wie er es uns beigebracht hat. Durch die Schulung wurde mein Interesse an diesem Thema geweckt, und ich habe gemerkt, wie ich durch gezielte Fragen viel mehr erreichen kann – sei es im Austausch per E-Mail oder im persönlichen Gespräch.

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Motivorientierte Führung

Wolfgang: Ein grosser Teil der Führungskräfte arbeitet immer noch zahlenorientiert. Aber es ist etwas ganz anderes, wenn man wirklich den Menschen in den Mittelpunkt stellt und versucht, zu verstehen, was den Mitarbeitenden motiviert, was ihn antreibt oder vielleicht auch belastet. Hast Du in Deinem Alltag etwas an Deiner Führungsweise verändert?

Jasmina: Ja, definitiv. Aber bevor ich dies bei meinen Mitarbeitenden anwenden kann, muss ich mich zuerst mit mir selbst auseinandersetzen. Wenn ich selbst erkannt habe, was mich antreibt, dann kann ich auch die richtigen Fragen stellen, ohne dass es für den Mitarbeitenden seltsam wirkt. Es fühlt sich dann wie ein normales Gespräch an, weil ich wirklich interessiert daran bin, warum er diesen Job gewählt hat und was ihn motiviert.

Ein kleines Beispiel: Wenn ich einen schlechten Tag habe und mit dieser Stimmung ins Büro gehe, kann ich nicht erwarten, dass mein Team motiviert ist. Es ist faszinierend, wie schon ein positiver Auftritt, ein Lächeln oder sogar ein einfacher Witz die Stimmung komplett verändern können. Das schafft eine völlig andere Dynamik im Team, und das war eine wichtige Erkenntnis für mich.

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Selbstführung

Wolfgang: Wie beeinflusst Dich das Selbstmanagement heute, sowohl beruflich als auch privat?

Jasmina: Es hat einen grossen Einfluss auf mich. Ich mache vieles jetzt viel bewusster, und genau diese Struktur habe ich gebraucht. Wenn ich mit bestimmten Themen oder Herausforderungen konfrontiert werde, weiss ich heute besser, wie ich reagieren kann oder wo ich nach Lösungen suchen muss.

Ein einfacher Perspektivenwechsel hilft oft schon weiter: Ich frage mich, was mein Gegenüber, wie zum Beispiel Du, Wolfgang, in einer bestimmten Situation gedacht haben könnte. Das hilft mir, schneller zu verstehen, dass die andere Person nichts Böses will, sondern einfach eine andere Sichtweise hat. Dadurch reagiere ich weniger impulsiv und kann viel besser auf Herausforderungen eingehen, sei es im Beruf oder privat.

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Tipps für die zukünftigen Teilnehmenden

Wolfgang: Was würdest Du den zukünftigen Teilnehmenden des CAS Lehrgangs Professional Leadership for Finance, die sich überlegen, den Kurs zu machen, als Tipp mit auf den Weg geben?

Jasmina: Das Wichtigste, was ich jedem zukünftigen Teilnehmenden mitgeben kann, ist Offenheit. Nur wer offen ist, kann wachsen und sich wirklich weiterentwickeln. Wenn Du nicht offen für Feedback bist oder Dich nicht aus Deiner Komfortzone herauswagst, wirst Du nicht das volle Potenzial ausschöpfen.

Wir hatten Teilnehmende mit jahrelanger Führungserfahrung und auch ganz junge Leute. Was ich besonders spannend finde, ist, dass man diesen Kurs nicht nur einmal machen sollte. Alle paar Jahre wäre es sinnvoll, das Gelernte aufzufrischen, denn die Herausforderungen und Trends ändern sich ständig. Man muss kontinuierlich dranbleiben, nicht nur fachlich, sondern auch im Hinblick auf das Menschliche. Es geht darum, sich ständig weiterzuentwickeln, und das habe ich im CAS wirklich gelernt.

Der Kurs ist perfekt auf die Finanzbranche zugeschnitten, egal ob man in der Versicherungsbranche, bei Banken oder Krankenkassen tätig ist. Es ist wirklich ein Kurs, der Leadership in der Finanzbranche auf den Punkt bringt. Für mich war es eine riesige Bereicherung von Anfang bis Ende.

Tipps für künftige Teilnehmende von Jasmina Rasiti und Wolfgang Wachter

  1. Offen sein & Komfortzone verlassen: Nur mit echter Offenheit holst Du den vollen Nutzen aus dem CAS.
  2. Klares Ziel vorab definieren: 2–3 Praxisfälle sammeln, die Du im Kurs lösen willst.
  3. Feedback aktiv einholen & annehmen: Rückmeldungen sind Treibstoff für Deine Entwicklung.
  4. Gelerntes sofort anwenden: Tools (z. B. Coaching-Fragen, Gesprächsleitfäden) direkt im Alltag testen.
  5. Lernjournal führen: Kurz notieren, was funktioniert hat – und was Du nächstes Mal anders machst.
  6. Regelmässige 1:1s fix einplanen: Rhythmus festlegen (alle 2–4 Wochen) und beibehalten.
  7. Alle paar Jahre auffrischen: Führung ändert sich – Inhalte wiederholen/vertiefen lohnt sich.
  8. Finanzbranchen-Fit nutzen: Inhalte sind für Versicherung, Banken, Krankenkassen zugeschnitten – übertrage sie gezielt auf Deinen Bereich.

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